„LaiendolmetscherInnen gesucht“

„LaiendolmetscherInnen gesucht“

Das war vor kurzem in einer Stellenanzeige zu lesen. Was soll man sich darunter vorstellen? Dass bewusst nicht professionell handelnde Personen gesucht werden? Hilfskräfte?

Und warum werden nicht einfach DolmetscherInnen gesucht? Bekanntlich ist der Beruf des Dolmetschens ein ungeschützter Beruf, ein so genanntes „freies Gewerbe“, wobei frei in diesem Zusammenhang bedeutet, dass zur Anmeldung dieses Gewerbes keine Prüfung abzulegen ist, wie etwa bei FriseurInnen oder SchneiderInnen, sondern dass man lediglich EWR-Bürgerschaft, Unbescholtenheit und Volljährigkeit nachzuweisen hat.

Das bedeutet aber keinesfalls, dass alle DolmetscherInnen Laien sind. „„LaiendolmetscherInnen gesucht““ weiterlesen

Studienreise mit UNIVERSITAS Austria nach Straßburg: Einblicke in den Europarat, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und das EU-Parlament

Studienreise mit UNIVERSITAS Austria nach Straßburg: Einblicke in den Europarat, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und das EU-Parlament

Tag 1: Europarat

Unter der Leitung von Organisatorin und betreuendem UNIVERSITAS-Vorstandsmitglied Maria Palma ging es für 27 Teilnehmende auf eine Studienreise nach Straßburg. Am 2. Februar 2016 flog die Gruppe bestehend aus UNIVERSITAS-Mitgliedern, professionellen DolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen und Studierenden der Translationswissenschaften nach Zürich. „Studienreise mit UNIVERSITAS Austria nach Straßburg: Einblicke in den Europarat, den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und das EU-Parlament“ weiterlesen

Nächster Halt: Kaisermühlen – Vienna International Center

Für mehr als zwanzig Mentees des Maria-Verber-Programms begann das neue Jahr mit einer besonderen Herausforderung. Am 14. und 15. Jänner konnten sie nach umfassender Vorbereitung in den Kabinen des UNO-Konferenzgebäudes C ihre Dolmetsch- und Übersetzungsfertigkeiten unter Beweis stellen. Gedolmetscht und übersetzt wurde im Rahmen einer Konferenzsimulation zum Thema “Climate and Migration“ unter der Schirmherrschaft der Universität Wien, der Universität für Bodenkultur sowie des Berufsverbandes UNIVERSITAS Austria. Waren in den vergangenen Jahren lediglich Dolmetschende im Einsatz, konnten in diesem Jahr auch Übersetzende an der Konferenzsimulation teilnehmen und die Dolmetschenden mit von ihnen übersetzten Dokumenten tatkräftig unterstützen.

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Betrachtungen einer, die sie als Dolmetscherin bezeichneten

Letzte Woche wurde ich zur Krankenhausdolmetscherin. Ich habe eine Schwangere drei Tage lang bei ihren Untersuchungen im Krankenhaus begleitet. Eigentlich bin ich keine ausgebildete Dolmetscherin. Ich habe Philosophie und Literaturwissenschaft studiert und bin erst in diesem Semester zu euch gestoßen. Vielleicht haben sich auch deshalb Fragen für mich aufgeworfen, die ihr euch schon längst beantwortet habt.

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Stille Nacht, Heilige Nacht: 10 Fun Facts zum Weihnachtsklassiker

Stille Nacht, Heilige Nacht: 10 Fun Facts zum Weihnachtsklassiker

Duftende Vanillekipferl, stimmungsvolle Lichter, reges Treiben auf den Christkindlmärkten und Einkaufsstraßen: die (mehr oder weniger) besinnliche Vorweihnachtszeit neigt sich langsam dem Ende zu und Weihnachten steht vor der Tür.

Doch was wäre die Adventszeit ohne die passende musikalische Untermalung? Neben den modernen Christmas-Hits und den altbekannten Weihnachtsmelodien gilt vor allem ein Lied als Inbegriff des Weihnachtsbrauchtums: Stille Nacht! Heilige Nacht! Auch dieses Jahr wird es mit Sicherheit vor dem ein oder anderen Christbaum ertönen, bevor es ans Auspacken der Geschenke geht.

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Der sichtbare Dolmetscher

Seit dem Jahr 1927 wird alle fünf Jahre in Warschau der weltweit älteste und renommierteste Internationale Chopin-Wettbewerb ausgetragen. Vor fünf Jahren sorgte die umstrittene Jury-Entscheidung, durch die der Favorit aus Österreich nicht den Siegertitel davontrug, für Schlagzeilen. 2015 soll ein erfreulicheres Ereignis Eingang in den Blog der UNIVERSITAS finden. Während der diesjährigen Preisverleihung im ausverkauften Konzertsaal der Warschauer Nationalphilharmonie begeisterte ein Polnisch-Englisch-Dolmetscher mit seiner Konsekutivleistung die Jury und das Publikum – womöglich weltweit, denn der dreiwöchige Wettbewerb wurde in Warschau als Public Viewing auf Großleinwänden, im polnischen Fernsehen und Radio und im Internet live übertragen.

Es war eine ganz bestimmte Rede, durch die der bis dahin eher „unauffällige” Dolmetscher sichtbar wurde. Als die Juryvorsitzende aus dem Stegreif fast drei Minuten lang von der Entstehungsgeschichte des Wettbewerbs, von Chopin und seiner Musik erzählte, wurde sie von der Moderatorin mit der Bitte unterbrochen, eine Pause für die Dolmetschung zu machen. Nachdem der Dolmetscher den gesamten Redeabschnitt ins Englische übertragen hatte, applaudierte das Publikum. Die Moderatorin und die Vorsitzende kommentierten begeistert das Gehörte, indem sie meinten, dass der Dolmetscher unglaublich sei, und sich fragten, wie er sich das alles gemerkt habe.

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Masterstudium Translation – Quo vadis? Über das neue Mastercurriculum am Zentrum für Translationswissenschaft Wien

„Diese Lehrveranstaltung ist eine jammerfreie Zone.“

„Machen wir das Beste daraus.“

„Wir können an den Rahmenbedingungen nun mal nichts ändern.“

(Zitate aus diversen Lehrveranstaltungen des neuen MA-Curriculums)

 

Meinen Semesterstart habe ich mir wohl ein bisschen anders vorgestellt. Voller Vorfreude auf die Änderungen im Mastercurriculum, die den Studierenden als das Nonplusultra im Fachbereich verkauft wurden, musste ich meine hochgesteckten Erwartungen nun einen Monat nach Beginn des Wintersemesters stark relativieren. Denn Vieles, das wir uns vom neuen Curriculum erhofft hatten, blieb bei der Umsetzung auf der Strecke.

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